Mückstein: Community Nursing ist wichtiger Baustein der Pflegereform

Startschuss für Fördercall: Gemeinden, Städte und Sozialhilfeverbände sind eingeladen, ihr Interesse zu bekunden Wien (OTS) – „Es ist wichtig, dass wir pflegenden Angehörigen die angemessene Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit entgegenbringen. Die professionelle und unbürokratische Unterstützung durch Community Nursing für Angehörige, Pflegebedürftige und Menschen im Alter wirkt entlastend und stärkt die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Daher ist Community Nursing ein wichtiger Baustein der Pflegereform,“ hält Bundesminister Dr. Wolfgang Mückstein fest. „Ich habe selbst in meiner Praxis erlebt, wie bereichernd die Tätigkeiten einer Community Nurse sind – von der Koordination von Leistungen, über niederschwellige Beratung und Information bis hin zur anlassbezogenen pflegerischen Versorgung.“ „Daher freut es mich besonders, dass mit Hilfe von EU-Finanzmitteln ab Herbst bis zu 150 Pilotprojekte in Österreich etabliert werden können, durch die gemeindenahe Gesundheitsförderung, Unterstützung, Beratung und Prävention ermöglicht werden,“ so Mückstein. Eine umfassende Begleitung und Evaluierung der Pilotprojekte wird durch die Gesundheit Österreich GmbH gewährleistet. Gemeinden, Städte und Sozialhilfeverbände werden dazu eingeladen, sich mit ihren Projektvorstellungen für eine Förderung zu bewerben. Eine unverbindliche Interessensbekundung kann bereits ab sofort unter https://survey.goeg.at/index.php/229259?lang=de seitens der Gemeinden, Städte und Sozialhilfeverbände abgegeben werden. Die Unterlagen zum Call selbst werden so bald als möglich auf http://www.fgoe.org veröffentlicht. Eine Kick-Off Veranstaltung ist für Montag, 13. September 2021, virtuell ab 16:00 Uhr geplant. Anmeldungen bzw. Rückfragen sind unter cn@goeg.at möglich. Rückfragen & Kontakt: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) Pressesprecherin +43 664 62 96 947 pressesprecher@sozialministerium.at sozialministerium.at

Mehr Taschengeld für Pflegeschülerinnen?

80.000 Pflegekräfte werden bis 2030 österreichweit benötigt. Diskutiert wird im Vorfeld der Pflegereform auch über die Bezahlung in der Ausbildung. Denn derzeit erhalten Pflegeschülerinnen nur ein sehr geringes Taschengeld. Wie viel Taschengeld, so die offizielle Bezeichnung, Pflegeschülerinnen und -schüler bekommen, ist je nach Bundesland unterschiedlich. In Niederösterreich erhalten sie im ersten Jahr 94 Euro Taschengeld netto. Polizeischüler um ein Vielfaches mehr, so die Landtagsabgeordnete der Grünen Silvia Moser in der letzten Landtagssitzung – nämlich etwa 1.400 Euro netto. Mehr Taschengeld könnte auch das Interesse junger Menschen an der Pflegeausbildung steigern, schlussfolgert Moser. Allerdings sind Polizeischüler im Gegensatz zu den Pflegeberufen auch bei ihrem künftigen Dienstgeber angestellt. Keine Stellungnahme zu einer möglichen Erhöhung Die Höhe des Taschengeldes legt die „NÖ Gesundheitsplattform“ fest. Das ist ein Gremium mit 28 Mitgliedern, darunter etwa je ein Vertreter der Sozialversicherung, des Gesundheitsministeriums oder auch der Arbeitsgemeinschaft der Pensionisten- und Pflegeheime. Vertreten ist in der Gesundheitsplattform auch der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), für den Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) zuständig ist. Er führt auch den Vorsitz der Gesundheitsplattform. Ausbezahlt wird das Taschengeld ebenfalls über den NÖGUS. Von Seiten des NÖGUS heißt es zum Prozedere: „Die NÖ Gesundheitsplattform beschließt eine jährliche Ausbildungsrichtlinie für die Förderung der Ausbildungseinrichtungen für die Gesundheits- und Krankenpflege an NÖ Fondskrankenanstalten, in deren Rahmen unter anderem auch das Taschengeld festgelegt wurde.“ Ob eine Erhöhung in Zukunft geprüft wird, dazu gibt es aktuell keine Stellungnahme. Mehr Geld bei Umschulung durch das AMS Verwiesen wird auf die Möglichkeit einer Umschulung durch das Arbeitsmarktservice, hier würde deutlich mehr bezahlt. Nämlich die Höhe des Arbeitslosengeldes, mindestens jedoch 930 Euro. 2018 wurde der Kreis der Bezieherinnen des Taschengeldes übrigens zuletzt ausgeweitet. Gab es davor nur Geld für die Diplomausbildung, gibt es das Taschengeld nun auch für Ausbildung zur Pflegeassistenz und Fachassistenz.   Quelle: https://noe.orf.at/stories/3118145/

Für Studie: Uni Graz sucht „Young Carers“

Für Studie: Uni Graz sucht „Young Carers“ Rund 43.000 Kinder und Jugendliche in Österreich kümmern sich regelmäßig um ein krankes Familienmitglied. Die Uni Graz will nun ermitteln, wie man sie besser unterstützen könnte. TeilnehmerInnen für die Studie werden noch gesucht. Der Druck, der auf Kindern und Jugendlichen lastet, die Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige mittragen, ist enorm: Laut Rotem Kreuz sind 14 Prozent der „Young Carers“ tagtäglich fünf oder mehr Stunden für ihre Angehörigen da. Vor allem Mädchen sind betroffen: 70 Prozent der jungen Pflegenden sind weiblich. Offener Zugang Wie man sie unterstützen kann, will man jetzt im Rahmen einer aktuellen Studie herausfinden. „Wir gehen da ganz offen ran, weil wir denken, dass die Unterstützungsmöglichkeiten genauso individuell sein können wie die Lebenswelten der Young Carers. Da sind digitale Technologien natürlich ein Punkt, den wir auch behandeln möchten, wo wir uns anschauen, welche Chancen und Risiken sich beim Einsatz für Young Carers ergeben – und ob das überhaupt eine Option ist, der Bedarf überhaupt da ist“ erklärt Franziska Reitegger von der Uni Graz. Bisherige Kontakte „unglaublich faszinierend“ Aktuell bietet etwa das Jugendrotkreuz eine Whatsapp-Beratungshotline, eine Internet-Plattform, Pflegekurse und auch ein Sommercamp für betroffene Kinder und Jugendliche an. Seit März richtet das vierköpfige Team der Uni Graz den Fokus auf Grazer Young Carers, „und die bisherigen Kontakte waren unglaublich faszinierend. Da ist etwa ein Jugendlicher, der in seiner Familie einen Bruder mit einer Mehrfach-Schwerstbehinderung hat, und für den ist es normal zu unterstützen, gewisse Tätigkeiten zu Hause zu übernehmen. Da war aber das Glück, dass das Unterstützungssystem Familie sehr gut funktioniert und da ganz viel Unterstützung und Offenheit gegenüber dem Thema da ist. Das war ein Beispiel von vielen möglichen Lebenswelten von Young Carers.“ Studienteilnehmer gesucht Um diese Lebenswelten genau abbilden zu können, suchen die Projektmitarbeiter nach möglichst vielen aktiven, aber auch ehemaligen pflegenden Jugendlichen, die über ihre Erfahrungen und Wünsche sprechen wollen: „Man kann sich bei uns über die Homepage melden. Da gibt es ein Kontaktformular und unsere Telefonnummer“, so Reitegger. Bis Dezember 2021 soll die Studie dann abgeschlossen sein.   https://steiermark.orf.at/stories/3114599/ Link: Young Carers Link: Get Social

Community-Nurses: Einstimmigkeit im Bundesrat für rechtliche Grundlage

Rechtliche Grundlage für Community-Nurses Mit der von ÖVP und Grünen beantragten Novelle zum Bundespflegegeldgesetz soll eine rechtliche Grundlage für die Förderung innovativer Projekte im Bereich der Pflege durch das Sozialministerium geschaffen werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Etablierung von sogenannten Community-Nurses, die in Gemeinden als zentrale Ansprechpersonen in allen Bereichen der Pflege zur Verfügung stehen sollen. Geförderte Projekte sollen jedoch bestehende Angebote ergänzen und nicht ersetzen. Community-Nurses sollen im Ausbau eines niederschwelligen Systems vor Ort eine wesentliche Rolle spielen und unter anderem auch die Gesundheitsprävention stärken, so Claudia Hauschildt-Buschberger (Grüne/O). Das Projekt soll mit 150 Community-Nurses noch heuer starten. Es stelle einen ersten Schritt dar, um Pflege zuhause zu leisten. Eine große Pflegereform stehe allerdings noch bevor, zumal es mehr Personal in den Berufen brauche. Wenn immer mehr alte Menschen im Spital aufgenommen werden müssen, weil sie keine Pflege zuhause haben, sei das in doppeltem Sinne widersinnig, meinte Karlheinz Kornhäusl (ÖVP/St). Ein akutes Spitalsbett sei eine der teuersten Einrichtungen, und natürlich gebe es auch eine Gefahr der Ansteckung in einem Spital. Die Frage nach der Versorgung alter Menschen sei eine der zentralen, auf die die Politik Antworten finden müsse. Community-Nurses sollen eine sinnvolle Ergänzung zur bedarfsorientierten, wohnortnahen und niederschwelligen Versorgung darstellen, so Kornhäusl. Korinna Schumann (SPÖ/W) sieht das Projekt zwar positiv, warnte aber davor, die bundesweit 150 Community-Nurses mit zu vielen Aufgaben zu überfordern. Aus ihrer Sicht sei wichtig, den Kreis der Tätigkeiten möglichst einzuschränken, damit sie sinnvoll arbeiten können. Insgesamt brauche es eine Pflegeoffensive und dafür eine ordentliche Finanzierung, forderte sie. Das Thema Pflege betreffe nicht nur ältere Menschen, es könne jeden “erwischen”, so Marlies Steiner-Wieser (FPÖ/S). Zum Thema Community-Nurses werde sie ihre Zustimmung geben, auch wenn das nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstelle. Außerdem werden ein neuer Verwaltungsapparat aufgebaut, viel wichtiger wären allerdings Maßnahmen, um mehr Pflegekräfte rekrutieren zu können, etwa in der Verbesserung von Entlohnung und Arbeitsbedingungen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein erläuterte, Community-Nurses seien nicht als Pflegekräfte gedacht, sondern sollen zur Information und Vermittlung das Nahtstellenmanagement zwischen Gesundheits- und sozialem Bereich übernehmen, etwa zur Stärkung der Gesundheitsprävention. Ziel sei nicht nur, möglichst viele gesunde Lebensjahre zu ermöglichen, sondern auch dem Wunsch nachzukommen, die Menschen so lange sie möchten zuhause zu belassen. https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210715_OTS0176/community-nurses-einstimmigkeit-im-bundesrat-fuer-rechtliche-grundlage

Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe: Pflegereform jetzt umsetzen!

Community Nurses sind wichtiges Angebot zur Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Wien (OTS) – Generalsekretär Michael Opriesnig, der für das Rote Kreuz seit gestern den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) übernommen hat, begrüßt die gestern beschlossene Förderung der Community Nurses als wichtigen Baustein zum Ausbau des Pflegeangebots in Österreich: „Österreich steuert sehenden Auges auf einen Pflegenotstand zu. Die im Regierungsprogramm beschlossene Pflegereform muss endlich umgesetzt werden. Daher sind alle Maßnahmen zu begrüßen, die zu einer besseren Beratung und Betreuung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen beitragen. Ein erster Schritt ist die Schaffung der rechtlichen Grundlage zur Förderung von Community Nurses. Zentral dabei ist, die Community Nurses gut in die bestehenden Versorgungssysteme zu integrieren und keine Parallelstrukturen aufzubauen!“ Personaloffensive dringend gebraucht „Als Caritas sehen wir seit vielen Jahren – bereits vor der Pandemie – dass wir, und das gilt für alle Träger, in der Pflege und Betreuung vor großen Herausforderungen stehen und ein enormer Engpass an Pflege- und Sozialberufe besteht. Die Personaloffensive im Rahmen der Pflegereform muss schnell Wirksamkeit zeigen! Pflegende Angehörige sind der größte und wichtigste Pflegedienst des Landes. Daher begrüßen wir den Ansatz von präventiven, niederschwelligen Beratungsangeboten zur Entlastung von pflegenden Angehörigen. Community Nurses können ein ganz wichtiges Bindeglied zwischen pflegenden Angehörigen und professionellen Dienstleistern sein. Eine enge Kooperation zwischen Community Nurse und Hauskrankenpflege und anderen Dienstleisterinnen ist in der Ausgestaltung des Aufgabenspektrums der Community Nurses dringend vorzusehen. Parallelstrukturen, die nicht im Austausch sind, und vermehrte Bürokratie müssen unbedingt vermieden werden,“ sagt Anna Parr, Generalsekretärin Caritas Österreich. Anbindung der Community Nurses an Trägerorganisationen entscheidend „Gute, bedarfsgerechte Pflege ist zentral, damit Menschen im Alter möglichst so leben können, wie sie leben möchten. Community Nurses können eine zentrale Rolle einnehmen: Sie verstehen die Bedürfnisse der Menschen mit Pflegebedarf, überblicken das Angebot und zeigen auf, wo es Lücken gibt“, sagt Diakonie Direktorin Maria Katharina Moser. „So können Dienstleistungen schnell und treffsicher entwickelt werden.“ Entscheidend sei nun eine gute Anbindung an die Träger. Die Anbindung an Sozialorganisationen hat gleich mehrere Vorteile: „Durch die jahrelange Arbeit der Sozialorganisationen in den Regionen kann die Community Nurse auf großem Wissen und guten Beziehungen zu den Menschen mit Pflegebedarf aufbauen“, so die Diakonie Direktorin. Pflegereform braucht gesamtheitlichen Ansatz „So hilfreich und wirksam richtig aufgesetztes Community Nursing sein kann, so klar ist aber auch: Eine Pflegereform, die ihren Namen verdient, muss noch deutlich größere Brocken stemmen wie z.B. eine umfassende, an validen Bedarfszahlen orientierte Personaloffensive. Auch das Pflegegeldsystem harrt einer Überarbeitung. Und schließlich braucht es auch noch die von der großen Mehrheit der Bevölkerung gewünschte und volkswirtschaftlich sinnvolle Attraktivierung der Pflege und Betreuung zuhause sowie eine bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft,“ sagt Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich. Community Nurses als vielfältiges Angebot in den Gemeinden „Was ist für Menschen wichtig, die Pflege und Betreuung brauchen? Eine umfassende und professionelle Information und genügend Angebote am Wohnort. Zur Beratung und Information kann eine gut integrierte Community Nurse einen Beitrag leisten, wichtig sind aber auch leistbare, innovative und vielfältige Leistungen im mobilen, teilstationären und stationären Bereich. Da braucht es rasche Lösungen“, sagt Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) ist der Zusammenschluss Österreichs großer Sozialorganisationen Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe. http://www.freiewohlfahrt.at Rückfragen & Kontakt: Vera Mair, M.A.I.S. Österreichisches Rotes Kreuz Presse- und Medienservice Tel.: +43/1/589 00-153 Mobil: +43/664 544 46 19 mailto: vera.mair@roteskreuz.at     https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210702_OTS0129/caritas-diakonie-hilfswerk-rotes-kreuz-und-volkshilfe-pflegereform-jetzt-umsetzen

Mückstein zum Tag der Pflege: Community Nurses Pilot startet im Herbst

Internationaler Tag der Pflege stellt Visionen für die Pflege der Zukunft in den Vordergrund Wien (OTS) – „Pflegende sind Vorbilder für eine solidarische Gesellschaft, die gerade in der Pandemie ihre Stärke zeigt. Schon in der zweiten Jahreshälfte wollen wir mit den ersten Pilot-Projekten zu den Community Nurses starten und den rechtlichen Rahmen für die Pflegereform erarbeiten“, so Sozialminister Dr. Wolfgang Mückstein. Der internationale Tag der Pflege steht unter dem Motto: „A Voice to Lead – A Vision for Future Healthcare“. Die vielfältigen Maßnahmen im Bereich Pflege umfassen die Weiterentwicklung des Pflegegeldes zur verbesserten Demenzbewertung, die Unterstützung pflegender Angehöriger durch Schulungen und die Pilotierung von Community Nurse Projekten. Damit soll, in Zusammenarbeit mit den Ländern und Stakeholdern, die Vision einer qualitätsvollen Pflege für die Zukunft umgesetzt werden. Derzeit werden etwa 57 Prozent der rund 460.000 PflegegeldbezieherInnen ausschließlich von ihren Angehörigen betreut. Pflegenden Angehörigen kommt somit als wesentlichem Bestandteil des österreichischen Pflegesystems große Bedeutung zu. Ihre Lage hat sich zudem oftmals durch die Corona-Pandemie verschärft. In Zukunft ist geplant, sogenannte Community Nurses einzusetzen, um älteren Personen sowie deren Angehörige durch Beratung und Information, niederschwellige und bedarfsorientierte Unterstützung zu bieten. Durch diese zentralen Ansprechpersonen wird die Qualität der Versorgung weiter verbessert und pflegende Angehörige gleichzeitig entlastet. Community Nurses werden in das bestehende System eingebettet, docken an Nahtstellen an und sollen durch ihre koordinierende Rolle die Versorgungskontinuität verbessern und in der regionalen Bedarfsplanung mitwirken. Sie sollen das Potential bestehender Strukturen nutzen und eine vereinende bzw. vernetzende Rolle im Versorgungssystem spielen. Derzeit werden Gespräche mit Gemeinden und Städten, Ländern und Trägern für die optimale Umsetzung der Community Nurses geführt. Pflegepersonal ist essenziell für ein funktionierendes Gesundheitswesen und die Gesellschaft. Pflege ist eine komplexe, hochprofessionelle Tätigkeit, bei der neben einem hohen Maß an fachlicher Kompetenz auch Einfühlungsvermögen und menschliche Nähe gefordert sind. Die Corona-Pandemie hat Pflegepersonen vor extreme Herausforderungen, wie beispielsweise ein überdurchschnittliches Infektionsrisiko und erschwerte Arbeitsbedingungen gestellt. Durch ihren Einsatz rückten sie ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung und das Bewusstsein für die Leistungen dieser Berufsgruppe, die bis dato ihre Arbeit vorwiegend im Hintergrund leistete, wurde gestärkt. Das Datum des Internationalen Tags der Pflege geht auf den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin Florence Nightingale zurück. Sie gilt als Pionierin der modernen Gesundheits- und Krankenpflege und beeinflusste damit maßgeblich die Professionalisierung der Pflegeberufe. „Ich möchte allen Pflegekräften in Österreich meinen herzlichen Dank und meine aufrichtige Anerkennung aussprechen – nicht nur für die außerordentliche Leistung während dieser belastenden Pandemie, sondern für Ihre tägliche Mühe um ihre Mitmenschen, die Unterstützung dringend benötigen. Deshalb ist mir das Vorantreiben der Pflegereform ein besonderes Anliegen und ich freue mich auf die ersten Umsetzungsschritte“, so Sozialminister Dr. Wolfgang Mückstein.   https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210511_OTS0239/mueckstein-zum-tag-der-pflege-community-nurses-pilot-startet-im-herbst

Neues Krisentelefon für Pflegekräfte

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband bietet in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Österreichischen Psycholog*innen ab 19. April ein Krisentelefon für Pflegekräfte an. Die Nummer 01/ 504 8000 – 20 kann dann bei Stress, Überlastung, Überforderung oder einfach bei dem Bedürfnis nach einem Gespräch exklusiv von Pflegerinnen und Pflegern genutzt werden. Die Gespräche führen klinische Psycholog*innen. Das Krisentelefon für Pflegekräfte ist Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr besetzt. Link zum Artikel

Rot-Weiß-Rot-Karte: Zugang für Pflegekräfte wird erleichtert

Der Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte wird für diplomierte Pflegekräfte erleichtert. Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) hat einen entsprechenden Erlass erarbeitet. Das beschleunigte Genehmigungsverfahren soll mehr Pflegekräfte in den Arbeitsmarkt integrieren. Bis 2030 werden rund 40.000 diplomierte Pflegekräfte benötigt. Konkret wird mit der Änderung ermöglicht, die Rot-Weiß-Rot-Karte noch vor Abschluss des Nostrifizierungsprozesses zu erhalten. Damit werde eine rechtliche Lücke geschlossen, „die bisher die Arbeitsmarktintegration von hoch qualifizierten Personen erschwert hat“, sagte Kocher in einer Stellungnahme. „Wir haben im Pflegebereich einen besonderen Bedarf nach qualifizierten Arbeitskräften, der durch die Krise noch größer geworden ist“, so der Minister. Diplomierte Kranken- und Pflegekräfte müssen ihre Ausbildung in Österreich im Rahmen eines Nostrifizierungsverfahrens anerkennen lassen. Sie haben bereits ihre Ausbildung abgeschlossen und müssen in der Regel nur noch wenige Schritte absolvieren. Mit einer Genehmigung des Landeshauptmanns können sie schon während des Verfahrens unter Aufsicht arbeiten. Eine rechtliche Lücke bestand jedoch bisher bei der Arbeitszulassung von Drittstaatsangehörigen ohne ordentlichen Aufenthaltstitel während des Nostrifizierungsverfahrens. Der Arbeitsminister stellt daher per Erlass klar, dass auch während des Nostrifizierungsverfahrens eine Rot-Weiß-Rot-Karte erteilt werden kann.   https://orf.at/stories/3209615/

COVID-19-Testungen: Behinderung in der Berufsausübung für Pflegepersonal!

Am 1. März 2021 kam die Legitimation der eigenständigen Testung durch freiberuflich Pflegende im Rahmen des Epidemiegesetzes. Eine längst überfällige Änderung, denn dies stellt eine große Erleichterung bei der Durchführung von Antigen-Tests an unterschiedlichen Testorten dar. Doch nun heißt es: Einen Schritt vor, drei zurück. In der Förderrichtlinie zur betrieblichen Testung (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Bundesministerium Finanzen, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort) wird diese Kompetenz umgehend wieder eingeschränkt werden. https://www.oegkv.at/fileadmin/user_upload/Presseaussendungen/Pressemeldung_Foerderliniefinale.pdf

Ärztliche Anordnung für COVID-19-Tests gefallen

Ärztliche Anordnung für COVID-19-Tests gefallen Abänderung des Epidemiegesetzes:  Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen und Pflegefachassistent*innen dürfen erstmals ohne ärztliche Anordnung testen.  Seit Beginn der COVID-19-Pandemie kämpfte der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) dafür, dass Gesundheits- und Krankenpflegepersonen  ohne ärztliche Anordnung Tests durchführen dürfen. Nun ist es endlich soweit.  Seit 1. März 2021  dürfen diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen  sowie Pflegefachassistent*innen ohne ärztliche Anordnung testen und Bescheinigungen dafür ausstellen. PflegeassistentInnen wird dies auf Anordnung und unter Anleitung möglich. „Über diesen Erfolg des ÖGKV freue ich mich sehr. Er zeigt, dass man mit sachlicher Argumentation und der entsprechenden Ausdauer ans Ziel kommt. Diese Neuerung führt zu einer wesentlichen Erleichterung in der täglichen Arbeit der Pflegenden. Der rechtliche Graubereich in der Praxis wurde bereinigt. Die österreichische Bevölkerung erhält somit leichter Zugang zu Testungen, weil Pflegepersonen nun niedrigschwellig testen können“, sagt Mag. Elisabeth Potzmann, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands. Diese Kompetenzerweiterung – vorerst für die Dauer der Pandemie – wirft auch viele Fragen auf. Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband hat eigens dafür auf seiner Homepage einen Antwortkatalog erstellt. Die FAQs (Frequently Asked Questions) werden dort beantwortet. Außerdem bietet der Verband Schulungen für COVID-19-Tester*innen in mehreren Bundesländer an. Diese Schulungen richten sich nicht nur an Pflegende, sondern an alle im Epidemiegesetz § 28d bedachten Berufsguppen. Alle Informationen dazu und die Möglichkeit sich anzumelden, finden Sie ebenfalls auf der Homepage des ÖGKV in der Rubrik Fort- und Weiterbildungen.  Weitere Informationen: https://www.oegkv.at/covid-19-testungen/faqs-covid-19-testungen/

Wien startet Offensive in Pflege

Bis zum Jahr 2030 werden in Wien 9.000 zusätzliche Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeberufen benötigt. Um den Bedarf zu decken, startet Wien eine Ausbildungsoffensive und stellt dafür 120 Millionen Euro bereit. Mehr Arbeitslose und weniger Beschäftigte seien in der CoV-Pandemie zu verzeichnen, betonte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Die Stadt schaffe nun mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF) ein Angebot, um den Umstieg in Gesundheits- und Pflegeberufe zu erleichtern. Geschehen soll dies mit dem „Wiener Ausbildungsgeld“ mit mehr Ausbildungsplätzen und einer finanziellen Unterstützung von 400 Euro monatlich – zusätzlich zum Arbeitslosengeld. Viele hätten bisher nämlich aus finanziellen Gründen einen beruflichen Umstieg wegen langer Ausbildungszeiten und damit verbundener finanzieller Unsicherheit gescheut. Nun aber stelle der WAFF neben der organisatorischen Förderung durch AMS und Sozialpartner ein zusätzliches Stipendienmodell bereit, um längere Ausbildungen in Gesundheitsberufen zu ermöglichen. Insgesamt werden dafür 120 Millionen Euro bereitgestellt. Dabei handelt es sich laut Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) um ein Budget, das es in dieser Form noch nie gegeben habe. Allein für das Wiener Ausbildungsgeld sind 31,5 Mio. Euro reserviert. Angebot für rund 4.000 Menschen Gerade die CoV-Pandemie zeige, wie wichtig die fundierte Betreuung von Patienten aber auch bei alten Menschen ist. Eine entsprechende Ausbildung brauche aber zumindest zwei Jahre Zeit. Laut Hanke gilt das Angebot für rund 4.000 Wienerinnen und Wiener. Zu besetzen gelte es unter anderem 1.760 Stellen in der Pflegeassistenz, 300 Stellen in der Fachsozialbetreuung oder rund 630 in der Elementarpädagogik. Finanziert werde dies, so Hanke, aus Rücklagen, die in den gut gehenden Jahren zwischen Finanzkrise und Pandemieausbruch geschaffen werden konnten. 2.000 Euro für EPUs Eine zweite Stoßrichtung geht in Richtung Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Hier würden gerade viele unter besonders prekären Verhältnissen leiden, sagte Ludwig. Laut Hanke soll hier erstmals auch über den WAFF Unterstützung für EPUs kommen. Rund 60.000 solcher Unternehmen in Wien sollen über die Wirtschaftsagentur Hilfe bekommen etwa für bauliche Maßnahmen, Aus- oder Weiterbildung oder vielleicht sogar dabei, den Businessplan zu ändern und in einem neuen Bereich aktiv zu werden. In vielen EPUs gebe es hervorragende Eigenschaften, während die unternehmerische Seite eine Schwachstelle sei. Auch hier solle es über den WAFF die Möglichkeit geben, die unternehmerischen Kompetenzen zu verbessern und zu erweitern, um in Zukunft auf einer besseren Basis weitermachen zu können. Der Waff fördert daher EPUs bei ihrer Aus- und Weiterbildung mit bis zu 2.000 Euro und 80 Prozent der Kurskosten. https://wien.orf.at/stories/3090510/

„Taskforce Pflege“ legte Bericht vor

Die Anfang 2020 von der Regierung eingerichtete „Taskforce Pflege“ hat ihren Bericht vorgelegt. Darin werde der Anlass für die umfassende Reform des Systems deutlich, bekräftigten Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) und ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger heute in einer Aussendung. Als Nächstes will die Regierung gemeinsam mit den Bundesländern die wesentlichen Ziele und konkreten Maßnahmen der Pflegereform definieren, kündigte Anschober an. Im Strategiepapier der „Taskforce Pflege“ werden 17 Ziele und 63 Maßnahmenfelder aus fünf Themenfeldern beschrieben. Diese behandeln die „Verlässlichkeit in der Pflege und Betreuung und Sicherheit des Systems“, das Vorgehen gegen Einsamkeit und die Förderung des Miteinander, die Anerkennung der Leistung Pflegender durch angemessene Rahmenbedingungen, die Entlastung für pflegende Angehörige und den Umgang mit Demenz sowie vorausschauende Planung und Gestaltung. Anschober: „Fülle von Zielsetzungen“ „Ziel der Pflegereform ist es, gemeinsam mit den Stakeholdern das System der Langzeitbetreuung und -pflege weiterzuentwickeln und für die Menschen auch in Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen“, kommentierte Sozialminister Anschober den Bericht. Dieser zeige „eine Fülle von Zielsetzungen und möglichen Umsetzungsschritten auf, die im Rahmen des Beteiligungsprozesses erarbeitet wurden“. Auch Wöginger betonte die Notwendigkeit eines umfassenden Strategieprozesses. Die Pflegeversorgung solle so viel wie möglich daheim oder ambulant erfolgen und nur so viel wie notwendig stationär. Außerdem weist der ÖVP-Sozialsprecher auf die Bedeutung der Personaloffensive hin. Es gelte außerdem, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und für eine Rückbesinnung weg von der Bürokratie und wieder hin zu den Patientinnen und Patienten zu sorgen. Sowohl Palliativpflege als auch Hospiz sollten in die Regelfinanzierung überführt werden. https://orf.at/stories/3201402/

Freie Pflegejobs: Chance für Quereinsteiger

Viele haben aufgrund der CoV-Krise ihren Job verloren. Einige nehmen das als Chance für eine Umschulung, etwa in einen Pflegeberuf. Laut einem großen Jobportal sind aktuell 459 Jobs in dem Bereich in Wien frei. Wieder auf der Schulbank sitzen. Nach bereits erfolgreichen Abschlüssen in anderen Berufen, lassen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Vinzentinum zwei Jahre lang zur Pflegefachassistenz umschulen. “Wir bieten Arbeit vom kleinsten Säugling an bis hin zum alten Menschen. Sie werden weiters in einem sinnstiftenden Beruf tätig sein“, sagte Barbara Klemensich aus der strategischen Leitung am Vinzentinum Wien. Clemens Gaal ist einer der Studierenden. Mit 15 Jahren begann er eine Lehre, damals noch weit entfernt vom Pflegeberuf. „Ich habe vier Jahre lang Gastronomiefachmann gelernt in einem Betrieb in Niederösterreich. Dann bin ich in den Zivildienst gekommen und habe gemerkt, dass die Pflege und der Gesundheitsbereich etwas für mich ist. Und zusätzlich jetzt auch mit der Krise habe ich gemerkt, das ist etwas was gebraucht wird“, sagte Gaal gegenüber „Wien heute“. „Und da war ich quasi gezwungen neu anzufangen“ Auch Yvonne Six musste sich mit 44 Jahren neu orientieren. Sie war noch bis vor kurzem Flugbegleiterin. „Aufgrund von Corona ist die Airline leider in Insolvenz gegangen. Und da war ich quasi gezwungen neu anzufangen. Ich komme ursprünglich aus dem Büro, aber da wollte ich überhaupt nicht mehr zurück, weil ich etwas tun möchte, wo ich mich bewege und auch sehen kann, was ich tue“, sagte Six. Pflegekräfte fehlen in Wien Im Bereich der Pflege gibt es verschiedene Ausbildungen. „Wir sind Kooperationspartner des FH Campus Wien. Man kann als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson ausgebildet werden. Man kann aber auch in die Pflegefachassistenz gehen, das ist eine zweijährige Ausbildung, oder in die Pflegeassistenz, das ist eine einjährige Ausbildung, wo keine Matura notwendig ist“, sagte Klemensich. Rund 5.500 Euro pro Jahr kostet die Ausbildung, diese Kosten werden von den Gesundheitseinrichtungen übernommen, wenn sich die Auszubildenden für eine gewisse Zeit verpflichten, dort zu arbeiten. Für die Studierenden fallen neben ÖH-Beitrag und den allgemeinen Studiengebühren keine Kosten an. Der nächste Lehrgang startet im Oktober 2021, Bewerbungen sind bis Ende Mai möglich.   https://wien.orf.at/stories/3084255/

Schlüssel zur Karriere: Masterlehrgänge Advanced Nursing an der FH Campus Wien

Schlüssel zur Karriere: Masterlehrgänge Advanced Nursing an der FH Campus Wien 30. November 2020 Startklar für den nächsten Karriereschritt im Gesundheits- und Krankenpflegebereich? Mit ein paar Jahren Erfahrung als Gesundheits- und Krankenpfleger*in stehen Sie vielleicht an dem Punkt, an dem Sie mehr erreichen wollen im Berufsleben. Sie sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die berufsbegleitenden Masterlehrgänge Advanced Nursing der FH Campus Wien bereiten Sie darauf vor und erweitern Ihre Kompetenzen in den Bereichen Counseling, Education oder Practice mit dem Schwerpunkt Pflegemanagement. Informieren beim Online-Infoabend im Dezember und Jänner Ob Überblick oder individuelle Beratung: Treffen Sie online Masterlehrgangsleiterin Sabine Schweiger. In einem Kurzvortrag vermittelt sie generelle Informationen und erklärt die unterschiedlichen Schwerpunkte der drei Masterlehrgangsangebote. Anschließend beantwortet sie Ihre Fragen. Online-Infoabende Advanced Nursing Counseling / Education / Practice 10. Dezember 2020 und 20. Jänner 2021, jeweils 16:30 Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Weitere Informationen und die Zugangslinks zu den Online-Infoabenden finden Sie bitte unter: https://www.fh-campuswien.ac.at/alle-events.html Mehr erreichen – in zwei Jahren zum Master Die berufsbegleitenden Masterlehrgänge Advanced Nursing öffnen das Tor zu Schlüsselpositionen im mittleren und oberen Management. Absolvent*innen von Advanced Nursing Practice arbeiten in öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen, etwa als Stations- bzw. Bereichsleiter*in oder als Pflegedirektor*in bzw. Pflegedienstleiter*in. Mit dem Master in Advanced Nursing Education unterrichten Sie als Lehrende an Fachhochschulen, Universitäten oder anderen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen. Betätigungsfelder im Bereich Counseling sind beispielweise das Case- und Caremanagement, Entlassungsmanagement oder Beratung in Primären Versorgungszentren. Finden Sie den für Sie richtigen Weg. Schon jetzt können Sie sich für den Studienstart im Herbst 2021 bewerben. http://www.fh-campuswien.ac.at/pflege

Arbeitslose zu Pflegern umschulen

Mitte November hat in der Kardinal-Schwarzenberg-Akademie in Schwarzach (Pongau) ein Kurs für Pflegepersonal begonnen. Die Hälfte der Teilnehmer war bisher arbeitslos. Damit will das Arbeitsmarktservice den Nachwuchs in der Pflege stärken – in einer sonst mehr vom Tourismus dominierten Region. Wegen der Covid-19-Pandemie erhalten die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Pflegeausbildung derzeit im Fernunterricht. Der Ausbildungskurs wurde vor zwei Monaten geplant, weil es viele Anfragen gegeben habe. Die Pflegebranche wachse derzeit am stärksten, die Nachfrage nach Personal sei groß, sagt Ausbildungsleiterin Agnes Wimmer: „Das ist für uns alle eine ganz große Chance – in der Gesellschaft liegt hier Potenzial brach. Die meisten Kursteilnehmer haben schon beruflich Erfahrung gesammelt und machen jetzt die Pflege zum beruflichen Mittelpunkt.“ Für Berufswiedereinsteiger- oder -umsteiger sei das die Möglichkeit, einen Beruf zu ergreifen, der Sicherheit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf biete, so Wimmer. Eine der Kursteilnehmerinnen ist Katrin Stöckl. Sie absolviert jetzt die zweijährige Pflegeausbildung. Die gelernte Optikerin war vorher nicht arbeitslos, wollte sich aber neu orientieren: „Ich wollte schon immer in die Pflege, weil ich gerne mit Menschen arbeite. Jetzt, wo die Kinder größer sind, ist es für mich wieder Zeit für eine Herausforderung.“ Zehn Prozent könnten sich für Pflege interessieren Laut AMS könnten im Pongau bis Ende November bis zu 4.000 Menschen arbeitslos sein. Fast die Hälfte von ihnen hat keinen Bildungsabschluss, und viele sind unter 40 Jahre alt. Arbeitsmarktexperten wollen, dass möglichst viele dieser Menschen Fachausbildungen machen. Auch in Pflegeberufen, sagt Thomas Burgstaller, Leiter des Arbeitsmarktservice Bischofshofen. Er geht davon aus, dass sich rund zehn Prozent der Arbeitslosen das Thema Pflege näher anschauen könnten. Bei Interesse sollten sie dann gezielt auf Pflegeberufe und Eignungsprüfungen vorbereitet werden. Denn Pflegeberufe sind nur für jene geeignet, die auch die Voraussetzungen dafür mitbringen – und das bedeutet unter anderem soziale Kompetenz und Teamfähigkeit. https://salzburg.orf.at/stories/3077688/

Pilotprojekt: Pflegeausbildung ab 14 Jahren

Pilotprojekt: Pflegeausbildung ab 14 Jahren Schon vor der CoV-Pandemie hat es einen dramatischen Mangel an Pflegekräften gegeben. Ab dem kommenden Herbst gibt es nun in der Steiermark ein Pilotprojekt, bei dem an zwei Standorten Schülern ab 14 eine Pflegeausbildung angeboten wird. Die dreieinhalbjährige Fachschule für Sozialberufe inklusive Pflegeassistenz-Ausbildung sei ein neues Ausbildungsmodell, das ab dem Schuljahr 2021/22 an der HLW in Krieglach und der HLW Weiz angeboten wird, sagt der Weizer Schulleiter Alfred Tieber: „Es ist unser erklärtes Ziel, dass wir die Pflegekräfte der Zukunft bei uns ausbilden und damit diesem Fachkräftemangel entgegenwirken, den es gegenwärtig in der Steiermark gibt.“ Start bereits mit dem neunten Schuljahr Man startet mit dem neunten Schuljahr, also mit 14 Jahren, das sei das Besondere an diesem Modell – damit schließe man eine Lücke, so Tieber: „Bisher musste man das 17. Lebensjahr erreicht haben, um in die Pflegeassistenz-Ausbildung aufgenommen zu werden – das entfällt hiermit. Bereits mit 14 oder 15 Jahren sind wir jetzt in der Lage, den Schülerinnen und Schülern das Thema Pflege und Sozialausbildung näherzubringen.“ Bewusst keine Matura Die Patientenbetreuung ist gesetzlich erst ab 17 Jahren erlaubt – deswegen mache man zuerst die dreijährige Schulausbildung. Danach wird die sechsmonatige Pflegeassistenz-Ausbildung angehängt. Man habe sich ganz bewusst für eine dreijährige Ausbildung ohne Matura entschieden: „Wir wissen aus der Erfahrung im Bildungsbereich, dass Leute, die eine Matura machen, dann sehr, sehr wenig in diesem Fach Pflegebereich assistieren und arbeiten werden. Dementsprechend haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden: Nein, wir wollen Pflegekräfte ausbilden, wir wollen Fachkräfte ausbilden, und dafür ist dieses dreieinhalbjährige Ausbildungsmodell ideal“, so Tieber. Anmelden kann man sich bereits, geplant sind an jedem Standort zwei Klassen – das heißt, es gibt mehr als 40 Plätze sowohl in Krieglach als auch in Weiz. red, steiermark.ORF.at https://steiermark.orf.at/stories/3076409/ Links: HLW Krieglach HLW Weiz

Pflege als Beruf – Video Tipp

Pflege als Beruf Der Pflegeberuf ist ein Beruf mit guten Zukunftsaussichten – und zum Glück interessieren sich auch viele junge Menschen dafür. Nicht nur wegen Corona werden wir in Zukunft noch mehr Menschen brauchen, die sich für diese Arbeit entscheiden. Doch welche Ausbildungsmöglichkeiten im pflegerischen Bereich gibt es in Österreich? Darüber informiert Markus Golla, Studiengangsleiter Gesundheits- und Krankenpflege FH Krems. In der ORF TV-Thek zum Nachsehen: https://tvthek.orf.at/topic/Bewusst-gesund-Pflege-Die-grosse-Herausforderung/13869624/Studio-2/14071383/Pflege-als-Beruf/14795232

Wien bittet pensionierte Ärzte und Pflegepersonal um Hilfe

Wien bittet pensionierte Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal im Ruhestand um Mithilfe in Spitälern. Angesichts der hohen Infektionszahlen und gestiegenen Auslastung in den Krankenhäusern will man auf diese Art und Weise Lücken schließen. Frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die maximal zwei Jahre im Ruhestand sind, werden dieser Tage vom Gesundheitsverbund kontaktiert bzw. gefragt, ob sie die – wegen der vielen Covid-19-Patienten – zusehends überlasteten Krankenhausteams freiwillig unterstützen möchten. Ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Kronen Zeitung“. Komplett freiwillig „Auf diese Weise bekommen wir rasch zusätzliche Fachkräfte“, wurde Hacker in dem Bericht zitiert. Die Idee sei entstanden, weil sich zahlreiche frühere Ärztinnen und Ärzte bzw. Pflegerinnen und Pfleger bereits beim Gesundheitsverbund gemeldet und ihre Hilfe angeboten hätten, hieß es. „Alles ist komplett freiwillig, niemand wird zur Mithilfe gezwungen“, versicherte Hacker. Personal, das aus gesundheitlichen Gründen in Pension gehen musste, wird nicht kontaktiert. 1.106 neue Fälle gemeldet Wien hat von Samstag auf Sonntag 1.106 neue Coronafälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten positiven Testergebnisse beträgt somit 48.018. Das teilte der medizinische Krisenstab der Stadt mit. 13 Menschen mit einer Infektion – sieben Frauen zwischen 94 und 71 Jahren sowie sechs Männer zwischen 81 und 71 Jahren – sind in den vergangenen 24 Stunden verstorben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt somit bei 433. Derzeit laborieren in der Bundeshauptstadt 15.429 Menschen an Covid-19 – ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag (15.207). 32.156 Personen gelten in der Bundeshauptstadt inzwischen wieder als genesen. Am Samstag wurden in Wien 8.124 Coronatests durchgeführt – in Summe bisher 725.991. red, wien.ORF.at/Agenturen https://wien.orf.at/stories/3076049/

Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Campus Wien studieren – Online-Infowoche ab 16. November

Welches Studium passt zu mir, wie kann ich mich am besten weiterbilden und welche FH bietet mir alles, was ich will? Die FH Campus Wien stellt sich Ihnen in der digitalen Infowoche von 16. bis 20. November 2020 vor und liefert Entscheidungsgrundlagen, damit Sie die richtige Wahl treffen können. Studiengangsleitungen, Lehrende, Studierende, Absolvent*innen und Mitarbeiter*innen geben Einblicke in unsere Studien- und Lehrgänge sowie den FH-Alltag und beantworten all Ihre Fragen. Für jede Lebenssituation das Richtige Im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege baut die FH Campus Wien auf mehr als 10-jährige Ausbildungserfahrung. Beim Bachelorstudium erlangen Sie zum BSc auch die Berufsberechtigung für den gehobenen Dienst und steigen somit direkt in den Beruf ein.  Die berufsbegleitenden Masterlehrgänge Advanced Nursing öffnen das Tor zu Schlüsselpositionen im mittleren und oberen Management für Gesundheits- und Krankenpfleger*innen mit Berufserfahrung. Weiterbildungsmöglichkeit für diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen bringt der zweisemestrige Akademische Lehrgang Gesundheits- und Krankenpflege, Praxismentoring, der auch zur praktische Anleitung (§64) auf allen Ausbildungslevels qualifiziert. Informieren bei der digitalen Infowoche Am Montag, 16. November 2020, erfahren Sie allgemein die wichtigsten Facts zur FH Campus Wien. Am Mittwoch, 18. November 2020, stellt sich das Department Angewandte Pflegewissenschaft in Infosessions, in denen es ausreichend Möglichkeit für Fragerunden gibt, vor: Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege: 11.00 – 12.00 Uhr sowie 14.00 – 15.00 Uhr Masterlehrgänge Advanced Nursing Counseling / Education / Practice: 15.00 – 16.30 Uhr Akademischer Lehrgang Gesundheits- und Krankenpflege, Praxismentoring: Infovortrag 9.00 – 10.00 Uhr sowie Vortrag einer Absolventin von 16.00 – 17.00 Uhr Anmeldung und Information finden Sie bitte unter: https://www.fh-campuswien.ac.at/online-infosessions

Hilfe für Angehörigenpflege kaum bekannt

Hilfe für Angehörigenpflege kaum bekannt Rund 950.000 Menschen in Österreich pflegen ihre Angehörigen. Zu 70 Prozent übernehmen das Frauen. Aus finanziellen Gründen wird oft keine Pflegekraft hinzugezogen. Diese Sorgen sind jedoch unbegründet, da der Staat hilft. Das Problem: Nur wenige wissen das. „Nachdem in Österreich unter Ehepartnern Unterhaltspflicht besteht, natürlich wird dann auch von der öffentlichen Hand geschaut, dass sich die Ehefrau, ohne dass sie je ein eigenes Einkommen gehabt hat, ihren Lebensstandard weiterhin leisten kann“, sagte Angehörigen-Beraterin und Psychotherapeutin der Caritas Wien, Christine Maieron-Coloni gegenüber „Wien heute“. Sie forderte eine Aufstockung von individuellen und kostenlosen Beratungsstellen in Wien. Viele Menschen seien schlichtweg uninformiert. „Von Früh bis am Abend eingesetzt“ „Ich war von Früh bis am Abend eingesetzt“, sagte Elisabeth M. im „Wien heute“-Interview. Frau M. pflegte ihren dement gewordenen Mann lange Zeit zu Hause. „Und dann wars soweit, dass ich zusammengebrochen bin. Und mein Sohn hat gesagt, ‚Mutti, mach jetzt was‘. Es bringt nichts wenn es dem Vati und dir schlecht geht.“ Sendungshinweis „Wien heute“, 9.11.2020 Doch welche Möglichkeiten gibt es im „Pflegedschungel“? Entscheidend ist, dass jemand Hilfestellungen gibt: angefangen bei der Einordnung der Pflegestufe bis hin zur Unterbringung in ein passendes Pflegeheim. Und auch finanzielle Aufklärung ist wichtig, denn viele, vor allem Hausfrauen ohne eigenes Einkommen, befürchten, sich die Pflege nicht leisten zu können. Unterstützung für Betroffene gibt es etwa bei der kostenlosen und durch Spenden finanzierten Angehörigenberatung der Caritas. Letztendlich wird aber nicht nur Orientierung durch den Pflegedschungel geboten: „Ich glaube, dass der bürokratische Dschungel eigentlich der leichtere ist als der psychologische“, so die Caritas-Beraterin Maieron-Coloni. ORF-Initiative soll aufklären Zwischen dem 7. und 15. November widmet sich der ORF in der aktuellen „Bewusst gesund“-Initiative dem Thema „Pflege – Die große Herausforderung“. In diversen Sendungsformaten widmet sich der ORF vielen Fragen: vom Schmerzensgeld in der Pflege über Mütter im Pflege-Burn-out bis hin zu Assisted Living. red, wien.ORF.at Link: Caritas Wien – Angehörigenberatung Informationen zum Thema Frauen und Gleichstellung https://wien.orf.at/stories/3074825/

PflegerIn mit Herz

PflegerIn mit Herz Die Initiative “PflegerIn mit Herz” holt jedes Jahr Menschen aus Pflegeberufen vor den Vorhang. Warum das so wichtig ist, erklärt Helene Kanta vom Wiener Städtischen Versicherungsverein, die diese Aktion ins Leben gerufen hat.   https://tvthek.orf.at/profile/Guten-Morgen-Oesterreich-0730/13887644/Guten-Morgen-Oesterreich-0730/14070778/Pflegerin-mit-Herz/14791426